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Prostata beim Mann: Was sie ist, wo sie liegt und was sie macht

Aktualisiert:

Sie ist kaum größer als eine Kastanie, sitzt tief im Becken und fällt vielen Männern erst auf, wenn sie Beschwerden macht: die Prostata. Hier lesen Sie, was die Prostata ist, wo sie liegt, welche Aufgaben sie im Körper übernimmt, wie sie sich mit dem Alter verändert, welche Beschwerden zum Urologen gehören und was Sie im Alltag für Ihre Prostata tun können.

Prostata beim Mann: Was sie ist, wo sie liegt und was sie macht

Was ist die Prostata?

Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist eine Drüse, die nur Männer haben. Sie gehört zu den inneren Geschlechtsorganen und ist beim jungen Mann etwa so groß wie eine Kastanie oder Walnuss: grob 2 × 3 × 4 Zentimeter und rund 20 bis 30 Gramm schwer. Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß „Vorsteher“: Wie ein Türsteher sitzt die Drüse am Anfang der Harnröhre.

Die Prostata besteht aus Drüsengewebe, das von glatten Muskelfasern und Bindegewebe durchzogen ist, und wird von einer elastischen Kapsel umhüllt. Deshalb fühlt sie sich beim Abtasten prall-elastisch an. Wachstum und Arbeit der Drüse hängen von männlichen Geschlechtshormonen ab: In der Pubertät wächst die Prostata unter dem Einfluss von Testosteron zur Erwachsenengröße heran, und in ihr selbst wird Testosteron in die noch wirksamere Form Dihydrotestosteron umgewandelt.

Wo ist die Prostata? Lage im Körper

Die Prostata liegt tief im kleinen Becken, direkt unterhalb der Harnblase und oberhalb des Beckenbodens. Sie umschließt den Anfang der Harnröhre wie ein Ring. Deshalb wirkt sich jede Veränderung der Prostata schnell auf das Wasserlassen aus.

RichtungWas dort liegt
ObenHarnblase
Hinten obenSamenbläschen
VornSchambein
HintenEnddarm (Mastdarm)
UntenBeckenboden mit seiner Muskulatur
MittendrinHarnröhre; in sie münden auch die Gänge von Samenleitern und Samenbläschen

Von außen sehen oder fühlen Sie die Prostata nicht. Weil der Enddarm unmittelbar hinter ihr verläuft, kann der Arzt sie aber vom After aus mit dem Finger abtasten; diese kurze Untersuchung gehört zur Krebsfrüherkennung. Zur Beurteilung der Größe dient außerdem der Ultraschall, entweder von außen über den Unterbauch oder durch den Enddarm.

Was macht die Prostata? Funktion und Aufgaben

Die Prostata ist eine Drüse mit Muskulatur, und beides hat seine Aufgabe. Die wichtigsten Funktionen im Überblick:

AufgabeWas dabei passiert
Sekret bildenDie Drüse bildet eine dünnflüssige, milchig-trübe Flüssigkeit. Zusammen mit dem Sekret der Samenbläschen macht sie den größten Teil des Spermas aus.
Spermien unterstützenDas Sekret hält die Spermien beweglich und lebensfähig. Das Enzym PSA (prostataspezifisches Antigen) macht das Sperma dünnflüssiger, sodass die Spermien leichter vorankommen.
Samenerguss steuernBeim Samenerguss zieht sich die Muskulatur der Prostata zusammen und presst das Sekret in die Harnröhre. Gleichzeitig verschließt sie den Weg zur Blase, damit kein Sperma dorthin gelangt. Beim Wasserlassen ist es umgekehrt: Dann bleibt der Weg für den Urin frei.

Solange die Prostata gesund ist, arbeitet sie unauffällig. Weil sie die Harnröhre umschließt, bemerken Männer Veränderungen meist zuerst beim Wasserlassen.

Prostata beim Mann: Was sich mit dem Alter verändert

Bis zur Pubertät bleibt die Prostata klein, dann wächst sie und behält ihre Größe viele Jahre. Bei vielen Männern vergrößert sie sich im mittleren und höheren Alter noch einmal: Das Drüsengewebe wächst gutartig weiter, Ärzte sprechen von einer benignen Prostatahyperplasie (BPH). Das ist ein normaler Alterungsvorgang und kein Krebs. Beschwerden entstehen meist jenseits des 50. Lebensjahres, und nicht jeder Mann mit größerer Prostata merkt überhaupt etwas.

Wird der Blasenausgang eingeengt, zeigt sich das vor allem so:

  • häufiger Harndrang, auch nachts;
  • ein schwacher oder unterbrochener Harnstrahl;
  • Wasserlassen, das verzögert beginnt und länger dauert;
  • Nachträufeln und das Gefühl, die Blase nicht ganz geleert zu haben.

Wie stark die Beschwerden sind, hängt nicht zuverlässig von der Größe der Prostata ab: Manche Männer mit deutlich vergrößerter Drüse spüren wenig, andere leiden schon bei kleiner Vergrößerung.

Prostata-Beschwerden: Wann Sie zum Urologen sollten

Nicht jede Beschwerde im Beckenbereich kommt von einer vergrößerten Prostata. Drei Veränderungen werden am häufigsten besprochen:

VeränderungTypische AnzeichenWer ist betroffen?
Gutartige Vergrößerung (BPH)Häufiger Harndrang, schwacher Strahl, nächtliches WasserlassenVor allem Männer jenseits der 50
Prostataentzündung (Prostatitis)Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Damm, am After oder in den Hoden; bei der bakteriellen Form Fieber und SchüttelfrostMänner jeden Alters, auch jüngere
ProstatakrebsIm frühen Stadium meist keine BeschwerdenDas Risiko steigt mit dem Alter

Gehen Sie zum Urologen oder zunächst zum Hausarzt, wenn Beschwerden beim Wasserlassen anhalten, Sie nachts regelmäßig mehrmals aufstehen müssen oder Schmerzen im Unterleib und Damm auftreten. Zügig – außerhalb der Sprechzeiten über den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117, in Österreich über die Gesundheitsnummer 1450 – gehören Sie bei Fieber mit Schüttelfrost, bei Blut im Urin oder im Sperma und bei starken Schmerzen im Unterleib. Können Sie trotz starken Harndrangs kaum oder gar nicht mehr Wasser lassen (Harnverhalt), rufen Sie den Notruf 112.

Zur Krebsfrüherkennung gehört in Deutschland für Männer ab 45 Jahren eine jährliche Tastuntersuchung der Prostata. Über den PSA-Test, der Prostatakrebs früher aufspüren kann, lassen Sie sich ärztlich beraten: Ein erhöhter Wert bedeutet nicht automatisch Krebs, denn auch eine Vergrößerung oder Entzündung kann ihn anheben.

Prostata gesund halten: Was im Alltag hilft

Nicht jedem Prostataproblem lässt sich vorbeugen, aber einige Gewohnheiten tun dem ganzen Unterleib gut:

  • Bewegung. Regelmäßiges Gehen, Schwimmen oder Gymnastik hält Kreislauf und Beckenboden in Schwung. Wer viel sitzt, steht zwischendurch auf.
  • Gewicht im Blick. Übergewicht, besonders am Bauch, ist mit häufigeren Beschwerden beim Wasserlassen verbunden.
  • Ausgewogen essen. Viel Gemüse, Obst, Vollkorn und Fisch, dafür weniger rotes und verarbeitetes Fleisch.
  • Trinken mit Plan. Tagsüber ausreichend trinken, abends weniger. Wer nachts mehrmals raus muss, lässt Alkohol und Kaffee am Abend weg.
  • Der Blase Zeit geben. Gehen Sie zur Toilette, wenn der Harndrang kommt, und nehmen Sie sich Zeit, damit sich die Blase vollständig entleert.
  • Nicht rauchen, Alkohol in Maßen. Das schont Gefäße und Blase.
  • Vorsorge nutzen. Ab 45 jährlich zur Früherkennung; gab es in der Familie Prostatakrebs, besprechen Sie den Beginn mit Ihrem Arzt.

Für den Alltag: Urotonal mit Sägepalme und Zink

Wer seine Prostata im Alltag zusätzlich unterstützen möchte, findet in Urotonal ein Nahrungsergänzungsmittel mit Pflanzenextrakten und Zink: eine Kapsel am Tag, gedacht für erwachsene Männer, besonders ab 40. Urotonal ist kein Mittel gegen Prostataerkrankungen und ersetzt weder die Vorsorge noch den Besuch beim Urologen.

Eine Kapsel enthält Sägepalmenfrucht-Extrakt (70 mg), Weidenröschenkraut-Extrakt (50 mg), Brennnesselwurzel-Extrakt mit Beta-Sitosterin (20 mg), Purpur-Sonnenhut-Kraut-Extrakt (10 mg) und Zink (5 mg). Die Sägepalme wird traditionell zur Unterstützung einer gesunden Prostatafunktion gewählt, Weidenröschen und Brennnesselwurzel gehören traditionell zu Kräutermischungen für Prostata und Harnwege. Zink trägt zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut und zu normaler Fruchtbarkeit bei. Hergestellt wird Urotonal in der EU.

Erwachsene nehmen 1 Kapsel täglich mit Wasser ein; die empfohlene Tagesdosis nicht überschreiten. Eine Packung enthält 20 Kapseln und reicht für 20 Tage. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, und wer Medikamente einnimmt, bespricht die Einnahme vorher mit dem Arzt. Mehr Produkte finden Sie in der Kategorie Prostata, weitere Hinweise im Ratgeber zu Prostata-Symptomen.

Fragen und Antworten

Was ist die Prostata?

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist eine kastanien- bis walnussgroße Drüse, die nur Männer haben. Sie liegt unterhalb der Harnblase, umschließt die Harnröhre und bildet einen Teil der Samenflüssigkeit.

Wo liegt die Prostata beim Mann?

Tief im kleinen Becken: direkt unter der Harnblase, über dem Beckenboden, hinter dem Schambein und vor dem Enddarm. Weil der Enddarm unmittelbar an sie grenzt, kann der Arzt sie vom After aus abtasten.

Was macht die Prostata?

Sie bildet ein Sekret, das mit dem der Samenbläschen den größten Teil des Spermas ausmacht und die Spermien beweglich hält. Das Enzym PSA verflüssigt das Sperma, und beim Samenerguss presst die Muskulatur der Prostata das Sekret in die Harnröhre.

Wie verändert sich die Prostata mit dem Alter?

Bei vielen Männern wächst sie im mittleren und höheren Alter gutartig weiter. Das ist normal, kann aber den Blasenausgang einengen: Typisch sind häufiger Harndrang, ein schwacher Strahl und nächtliches Wasserlassen. Dann gehört die Prostata zum Urologen.

Zu welchem Arzt gehe ich bei Prostatabeschwerden?

Zum Urologen; für den Anfang genügt auch der Hausarzt. Der Arzt fragt nach den Beschwerden, tastet die Prostata ab und veranlasst bei Bedarf eine Urinuntersuchung, Blutwerte (darunter PSA) oder einen Ultraschall.

Quellen

  1. gesundheitsinformation.de (IQWiG): Wie funktioniert die Prostata?
  2. gesund.bund.de: Prostataentzündung und Schmerzsyndrom des Beckens
  3. MSD Manual Ausgabe für Patienten: Aufbau des Fortpflanzungssystems des Mannes

Urotonal

Prostata

Typ
Nahrungsergänzungsmittel, 20 Kapseln
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Sägepalme, Weidenröschen, Brennnesselwurzel, Sonnenhut und Zink: fünf Inhaltsstoffe für die Prostata in einer Kapsel am Tag.

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