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Trockene Augen: Symptome, Ursachen und Hausmittel im Überblick

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Brennen, ein Gefühl wie Sand im Auge, gerötete Lider am Abend: Trockene Augen gehören zu den häufigsten Augenbeschwerden, und Bildschirm, Heizungsluft und Kontaktlinsen machen sie nicht besser. Hier lesen Sie, an welchen Symptomen Sie trockene Augen erkennen, welche Ursachen dahinterstecken, welche Hausmittel sinnvoll sind (und von welchen Augenärzte abraten), wann künstliche Tränen nötig sind und wann Sie einen Augenarzt aufsuchen sollten.

Trockene Augen: Symptome, Ursachen und Hausmittel im Überblick

Trockene Augen: Was dahintersteckt

Jedes Auge ist von einem dünnen Tränenfilm überzogen. Er hält die Hornhaut glatt und feucht, versorgt sie mit Nährstoffen und schützt vor Keimen. Der Film besteht aus mehreren Schichten: einer wässrigen aus der Tränendrüse, einer Schleimschicht, die ihn am Auge haften lässt, und einer dünnen Ölschicht aus den Talgdrüsen der Lidränder (Meibom-Drüsen), die das Verdunsten bremst. Bei jedem Lidschlag wird der Film neu verteilt.

Von trockenen Augen sprechen Ärzte, wenn dieses System aus dem Gleichgewicht gerät. Es gibt zwei Hauptformen, die oft gemeinsam auftreten: Entweder bilden die Tränendrüsen zu wenig Flüssigkeit, oder der Tränenfilm verdunstet zu schnell, zum Beispiel weil die Talgdrüsen der Lidränder verstopft sind. Der Fachbegriff lautet Keratokonjunktivitis sicca.

Trockene Augen sind meist gut behandelbar, aber in der Regel eine Dauerbaustelle. Mit dem Alter werden sie häufiger, Frauen sind öfter betroffen als Männer, und wer Kontaktlinsen trägt, kennt sie besonders gut. Wichtig ist deshalb, die Augen im Alltag vor dem Austrocknen zu schützen.

Trockene Augen Symptome: Woran Sie sie erkennen

Die Beschwerden sind unspezifisch, deshalb werden sie leicht auf „Überanstrengung“ geschoben. Typisch sind:

  • Brennen, Beißen oder Stechen in den Augen, oft mit einem Druckgefühl;
  • das Gefühl, Sand oder einen Fremdkörper im Auge zu haben;
  • gerötete Augen und schwere, müde Lider;
  • Lichtempfindlichkeit und Probleme bei der Bildschirmarbeit;
  • verschwommenes Sehen, das kommt und geht und sich oft nach dem Blinzeln bessert;
  • verklebte Lider am Morgen und Schleimfäden im Augenwinkel;
  • Kontaktlinsen, die nicht mehr vertragen werden;
  • paradoxerweise tränende Augen: Das gereizte Auge schüttet Reflextränen aus, die den Tränenfilm aber nicht ersetzen.

Stärker werden die Beschwerden dort, wo weniger geblinzelt wird oder die Luft trocken ist: beim Lesen, am Computer, beim Autofahren und Fernsehen, in Zugluft, im Flugzeug, in klimatisierten Räumen oder bei Rauch. An kühlen, feuchten Tagen und unter der Dusche werden sie meist besser.

Greifen Sie bei geröteten Augen nicht zu frei verkäuflichen Tropfen „gegen Rötung“: Sie verengen die Blutgefäße und können die Beschwerden bei trockenen Augen verstärken.

Trockene Augen Ursachen: Warum der Tränenfilm aus dem Gleichgewicht gerät

Meist kommen mehrere Auslöser zusammen:

AuslöserBeispiele
UmgebungTrockene Heizungsluft, Klimaanlage, Gebläse im Auto, Zugluft, Wind, Tabakrauch
Bildschirm und LesenWer konzentriert auf einen Bildschirm schaut, blinzelt seltener – der Tränenfilm wird weniger oft erneuert
Alter und HormoneHöheres Alter; Frauen sind häufiger betroffen, besonders nach den Wechseljahren
Kontaktlinsen und AugentropfenLanges Tragen von Kontaktlinsen; Tropfen mit Konservierungsstoffen, besonders abschwellende Tropfen
Lider und TalgdrüsenVerstopfte Meibom-Drüsen, Lidrandentzündung, Fehlstellungen der Lider, die den Lidschluss stören
ErkrankungenRheumatische und andere chronisch-entzündliche Erkrankungen, zum Beispiel das Sjögren-Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen, Parkinson (seltenes Blinzeln), Entzündungen der Horn- und Bindehaut
MedikamenteEntwässerungsmittel (Diuretika), Allergiemittel (Antihistaminika), Antidepressiva, bestimmte Blutdruckmittel, die Pille, Mittel gegen Akne mit Vitamin-A-ähnlichen Stoffen (Retinoide)
AugenoperationenEingriffe am Auge können die Tränenbildung vorübergehend oder dauerhaft stören

Nehmen Sie Medikamente, die trockene Augen begünstigen können, setzen Sie sie nie eigenmächtig ab. Fragen Sie Ihren Arzt, ob es Alternativen gibt. Trockene Augen zusammen mit trockenem Mund und Gelenkbeschwerden können auf eine Autoimmunerkrankung wie das Sjögren-Syndrom hinweisen – ein Grund, das beim Arzt anzusprechen.

Trockene Augen Hausmittel: Was zu Hause hilft

Bei leichten Beschwerden helfen oft schon einfache Dinge im Alltag:

  • Bewusst blinzeln und Pausen machen. Blinzeln Sie beim Lesen und am Bildschirm öfter und vollständig. Als Faustregel gilt die 20-20-20-Regel: alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas schauen, das etwa 6 Meter entfernt ist.
  • Raumluft verbessern. Regelmäßig stoßlüften, die Luft befeuchten (etwa mit Wasserbehältern an den Heizkörpern), Sitzplatz und Bett nicht in den Luftzug von Ventilatoren, Klimaanlagen oder Heizlüftern stellen, im Auto das Gebläse nicht auf die Augen richten.
  • Rauch meiden. Tabakrauch reizt die Augen und stört den Tränenfilm.
  • Warme Kompresse und Lidrandpflege. Sind die Talgdrüsen der Lider verstopft, löst Wärme das Sekret. Legen Sie ein sauberes, warm (nicht heiß) angefeuchtetes Tuch einige Minuten auf die geschlossenen Lider und reinigen Sie die Lidränder danach sanft. Bei dieser Form der Trockenheit steht die Pflege der Lidränder im Vordergrund.
  • Kontaktlinsen entlasten. Nicht zu lange am Stück tragen und an Tagen mit Beschwerden öfter die Brille aufsetzen.
  • Augen schützen. Bei Wind und Fahrtwind, zum Beispiel beim Radfahren, hilft eine Brille; achten Sie auf reizarme Kosmetik und reinigen Sie die Lidränder abends gründlich.

Diese Hausmittel bei trockenen Augen können Beschwerden lindern. Dauern sie an, gehört die Ursache aber zum Augenarzt.

Was Sie bei trockenen Augen lieber lassen

Nicht jedes Hausmittel ist für die Augen geeignet:

  • Kamillentee-Umschläge. Augenärzte raten von feuchten Umschlägen mit Kamille ab, denn Kamille kann an der empfindlichen Bindehaut und an den Lidern allergische Reaktionen auslösen.
  • Tropfen „gegen Rötung“. Sie verengen die Gefäße und machen trockene Augen eher schlimmer.
  • Tropfen mit Konservierungsstoffen bei häufiger Anwendung. Wer mehrmals täglich tropfen muss, greift besser zu Präparaten ohne Konservierungsstoffe.

Künstliche Tränen und Augenarzt: Wann Hausmittel nicht reichen

Reichen Hausmittel nicht, sind künstliche Tränen (Tränenersatzmittel) die Grundlage der Behandlung: Augentropfen, Gele oder Sprays, die dem Tränenfilm ähneln und die Augenoberfläche befeuchten. Es gibt sie rezeptfrei in der Apotheke, in verschiedenen Zusammensetzungen, etwa mit Hyaluronsäure. Tagsüber nutzt man Tropfen, eine Augensalbe oder ein Gel hält über Nacht länger vor, trübt aber kurz die Sicht. Welches Präparat passt, hängt von Form und Schweregrad ab – das klärt am besten der Augenarzt.

Er untersucht die Augen an der Spaltlampe, prüft Tränenmenge und Talgdrüsen und fragt nach Medikamenten und Vorerkrankungen. Je nach Ursache kommen entzündungshemmende Augentropfen, kleine Stöpsel in den Tränenpünktchen oder die Behandlung einer Grunderkrankung infrage. Bei starker, lange unbehandelter Trockenheit kann sich die Hornhaut entzünden; selten entstehen Geschwüre und Narben, die das Sehen beeinträchtigen.

Gehen Sie zum Augenarzt, wenn die Beschwerden trotz Pflege anhalten. Zügig – außerhalb der Sprechzeiten über den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117, in Österreich über die Gesundheitsnummer 1450 – gehören Sie bei starken Schmerzen, deutlicher Rötung mit Lichtempfindlichkeit, eitrigem Sekret, nach einer Verletzung oder bei einer plötzlichen Verschlechterung des Sehens. Kontaktlinsenträger mit rotem, schmerzendem Auge nehmen die Linse sofort heraus. Gelangen Chemikalien ins Auge, spülen Sie sofort ausgiebig mit Wasser und rufen Sie den Notruf 112.

Für Augen im Alltag: Vizonal mit Heidelbeere und Lutein

Trockene Augen entstehen in Mitteleuropa in der Regel nicht durch Nährstoffmangel – Fachgesellschaften sehen in einer falschen Ernährung keine typische Ursache. Vizonal ist deshalb kein Mittel gegen trockene Augen, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel für alle, die ihre Augen im Alltag zusätzlich mit Vitaminen und Pflanzenextrakten versorgen möchten: bei viel Bildschirm, Smartphone, kleiner Schrift und langen Autofahrten.

Pro Kapsel (10 Kapseln pro Packung) enthält Vizonal Heidelbeerfruchtextrakt (50 mg) und Heidelbeerblätterextrakt (30 mg), Extrakte aus Hagebutten und schwarzen Johannisbeeren, Tagetes-Extrakt mit Lutein (20 mg), Hyaluronsäure (5 mg) sowie die Vitamine A, C, E, D3 und B-Vitamine. Hyaluronsäure kommt natürlich im Auge vor und ist für ihre Fähigkeit bekannt, Wasser zu binden. Vitamin A und B2 tragen zur Erhaltung normaler Sehkraft bei, die Vitamine C, E und B2 zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress.

Erwachsene nehmen 1 Kapsel täglich mit Wasser; die empfohlene Tagesdosis nicht überschreiten. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, für künstliche Tränen und für die Untersuchung beim Augenarzt. Mehr Produkte finden Sie in der Kategorie Augen, weitere Tipps für gutes Sehen im Ratgeber zur Sehkraft.

Fragen und Antworten

Was sind typische Symptome bei trockenen Augen?

Brennen, Stechen und ein Sandkorngefühl, gerötete und müde Augen, Lichtempfindlichkeit, zeitweise verschwommenes Sehen und verklebte Lider am Morgen – manchmal auch tränende Augen, weil das gereizte Auge Reflextränen bildet. Die Beschwerden nehmen bei Bildschirmarbeit, Zugluft und trockener Luft zu.

Was ist die häufigste Ursache für trockene Augen?

Oft arbeiten die Tränendrüse oder die Talgdrüsen der Lidränder (Meibom-Drüsen) nicht richtig, sodass der Tränenfilm zu dünn ist oder zu schnell verdunstet. Dazu kommen Alter, Bildschirmarbeit, trockene Luft, Kontaktlinsen, bestimmte Erkrankungen und Medikamente.

Welche Hausmittel helfen bei trockenen Augen?

Häufiger und vollständiger blinzeln, Bildschirmpausen machen, die Raumluft befeuchten, Zugluft und Rauch meiden und eine warme Kompresse mit sanfter Lidrandpflege. Von Kamillentee-Umschlägen raten Augenärzte ab: Kamille kann an Bindehaut und Lidern allergische Reaktionen auslösen.

Sind trockene Augen gefährlich?

Meist nicht, aber sie sind oft chronisch und lästig. Bei starker, unbehandelter Trockenheit kann sich die Hornhaut entzünden. Starke Schmerzen, deutliche Rötung mit Lichtempfindlichkeit oder eine plötzliche Verschlechterung des Sehens gehören sofort zum Augenarzt.

Welche Augentropfen helfen bei trockenen Augen?

Künstliche Tränen in Form von Tropfen, Gel oder Spray befeuchten das Auge und sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Wer mehrmals täglich tropft, wählt Präparate ohne Konservierungsstoffe; Tropfen „gegen Rötung“ verstärken die Beschwerden und sind ungeeignet.

Quellen

  1. gesund.bund.de: Trockene Augen – Ursachen und Behandlung
  2. MSD Manual Ausgabe für Patienten: Keratokonjunktivitis sicca (Trockenes Auge)
  3. Berufsverband der Augenärzte (BVA) und DOG: Das trockene Auge

Vizonal

Augen

Typ
Nahrungsergänzungsmittel, 10 Kapseln
Lieferung
Deutschland

Heidelbeere, Lutein, Hyaluronsäure und 10 Vitamine für Augen, die vom Bildschirm müde werden. 1 Kapsel täglich.

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