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Sehkraft verbessern: was funktioniert und was nicht

Aktualisiert:

Augentraining und Karotten machen eine Kurzsichtigkeit nicht rückgängig. Wer seine Sehkraft verbessern möchte, setzt besser auf eine gut angepasste Brille, Pausen für die Augen und regelmäßige Sehtests – das hilft wirklich, besser zu sehen und die Augen lange gesund zu halten. Hier lesen Sie, wie ein Sehtest abläuft, warum die Sehkraft nachlässt und bei welchen Veränderungen Sie sofort zum Arzt sollten.

Sehkraft verbessern: was funktioniert und was nicht

Kann man die Sehkraft verbessern?

Mit „schlechten Augen“ sind meist Fehlsichtigkeiten gemeint: Das Auge bündelt das Licht nicht genau auf der Netzhaut. Dazu gehören Kurzsichtigkeit (in der Ferne unscharf), Weitsichtigkeit (Mühe beim Sehen in der Nähe), Hornhautverkrümmung (das Bild ist verschwommen oder verzerrt) und die Altersweitsichtigkeit, wegen der man ab 40–45 das Handy auf Armlänge weghalten muss.

Diese Fehlsichtigkeiten hängen von der Form des Auges und der Elastizität der Linse ab. Übungen, Diäten und Nahrungsergänzungsmittel ändern die Form des Auges nicht. Scharf sehen lassen Brille, Kontaktlinsen oder eine Laserkorrektur – das ist der schnellste und sicherste Weg, die Sehkraft zu verbessern.

Vieles liegt aber auch bei Ihnen: Sie können müde Augen entlasten, Krankheiten rechtzeitig erkennen lassen, die das Sehen unbemerkt verschlechtern (Grüner Star, diabetische Netzhauterkrankung, altersabhängige Makuladegeneration), und Ihr Risiko dafür senken.

Ein einfacher Schritt, den viele vergessen: die Brille erneuern. Die Augen verändern sich mit den Jahren, und eine Brille von vor fünf Jahren passt vielleicht nicht mehr – die Augen strengen sich an, abends kommen Kopfschmerzen, und man hat den Eindruck, die Sehkraft habe nachgelassen. Neue Gläser nach aktuellen Werten bringen oft genau den Unterschied, den man sich von Augentraining und Vitaminen erhofft.

Sehtest: wo und wie Sie Ihre Augen prüfen lassen

Eine vollständige Augenuntersuchung besteht aus mehreren Schritten:

  • Sehschärfe – Sie lesen Buchstaben oder Zeichen auf einer Sehtafel, jedes Auge einzeln.
  • Refraktion – Gläser werden ausprobiert, bis Sie am schärfsten sehen; so zeigt sich, ob Sie eine Brille brauchen und in welcher Stärke.
  • Augeninnendruck – wichtig, um einen Grünen Star früh zu erkennen.
  • Augenhintergrund – der Augenarzt betrachtet Netzhaut, Sehnerv und Gefäße, manchmal nach Tropfen, die die Pupille erweitern.
  • Gesichtsfeld – bei Verdacht auf Grünen Star oder Erkrankungen des Nervensystems.

Sehschärfe und Brillenwerte misst oft der Optiker direkt im Geschäft, die vollständige Untersuchung der Augen macht der Augenarzt. Erwachsenen wird meist geraten, die Augen alle ein bis zwei Jahre prüfen zu lassen und ab 40 eine vollständige augenärztliche Untersuchung zu machen, auch ohne Beschwerden: Ein Grüner Star tut im Frühstadium nicht weh und stört das Sehen nicht. Bei Diabetes wird der Augenhintergrund jedes Jahr untersucht. Nach pupillenerweiternden Tropfen sieht man einige Stunden lang verschwommen und ist blendempfindlich – fahren Sie zu dieser Untersuchung also besser nicht mit dem Auto.

Ein Sehtest zu Hause – eine Sehtafel auf dem Bildschirm oder ausgedruckt – kann zeigen, dass ein Auge schlechter sieht als das andere, ersetzt aber keine Untersuchung: Augendruck und Netzhaut lassen sich zu Hause nicht prüfen. Ein einfacher Selbsttest ab 50: Halten Sie ein Auge zu und schauen Sie auf gerade Linien – einen Fensterrahmen, die Fugen von Fliesen. Erscheinen die Linien wellig oder ist in der Mitte ein Fleck, vereinbaren Sie einen Termin beim Augenarzt.

Warum die Sehkraft nachlässt: häufige Ursachen

ErkrankungSo zeigt sie sichWas hilft
KurzsichtigkeitIn der Ferne unscharf: Verkehrsschilder, Anzeigetafeln, UntertitelBrille, Kontaktlinsen, Laserkorrektur; bei Kindern mehr Zeit im Freien
AltersweitsichtigkeitAb 40–45 fällt das Lesen von Kleingedrucktem in der Nähe schwerLesebrille oder Gleitsichtgläser
Trockene Augen und BildschirmmüdigkeitBrennen, Sandkorngefühl, das Bild ist mal scharf, mal verschwommenPausen, häufiger blinzeln, befeuchtende Augentropfen
Grauer Star (Katarakt)Trübes Sehen „wie durch einen Schleier“, Blendung durch Scheinwerfer bei NachtOperation mit Austausch der Linse, wenn der Graue Star im Alltag stört
Grüner Star (Glaukom)Lange ohne Beschwerden, später engt sich das Gesichtsfeld einRegelmäßige Messung des Augendrucks, Behandlung beim Augenarzt
Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)Verzerrte Linien, ein Fleck in der Mitte des GesichtsfeldsFrühe Diagnose, Behandlung und Kontrollen beim Augenarzt
Diabetische Netzhauterkrankung (Retinopathie)Lange unbemerkt, dann Flecken und verschwommenes SehenBlutzucker und Blutdruck gut einstellen, jährliche Untersuchung des Augenhintergrunds

Eine Verschlechterung kann auch vorübergehend sein: bei schwankendem Blutzucker, nach manchen Medikamenten, bei großer Müdigkeit. Hat sich Ihr Sehen ohne erkennbaren Grund verändert, lassen Sie es beim Augenarzt prüfen.

Augen schonen bei der Arbeit am Computer

Stundenlange Arbeit am Bildschirm schadet der Sehkraft nicht, ermüdet aber die Augen: Sie werden trocken, brennen, abends verschwimmt das Bild, der Kopf schmerzt. Vor dem Monitor blinzeln wir seltener, und die Augen stellen lange auf dieselbe Entfernung scharf.

  • 20-20-20-Regel: Schauen Sie alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas, das etwa 6 Meter entfernt ist.
  • Blinzeln Sie bewusst öfter; bei trockenen Augen helfen befeuchtende Tropfen (künstliche Tränen).
  • Stellen Sie den Monitor auf Armlänge auf, die Oberkante etwas unter Augenhöhe.
  • Vermeiden Sie Spiegelungen: Der Bildschirm sollte nicht vor einem Fenster stehen, und seine Helligkeit sollte nicht stark vom Licht im Raum abweichen.
  • Müssen Sie abends die Augen zusammenkneifen, lassen Sie die Sehstärke prüfen – vielleicht brauchen Sie eine Bildschirmbrille oder neue Gläser.
  • Kinder sollten mehr Zeit draußen bei Tageslicht verbringen: Das geht mit einem geringeren Risiko für Kurzsichtigkeit einher.
  • Wenn Sie Kontaktlinsen tragen: Schlafen Sie nicht darin, wenn sie nicht dafür gemacht sind, spülen Sie Linsen und Behälter nicht mit Leitungswasser und wechseln Sie sie nach Plan – Infektionen durch Kontaktlinsen können das Auge ernsthaft schädigen.

Ernährung und Gewohnheiten für gesunde Augen

Gegen Kurzsichtigkeit helfen Karotten und Heidelbeeren nicht, aber Ernährung und Lebensstil beeinflussen die Gesundheit der Netzhaut und der Blutgefäße im Auge.

  • Essen Sie mehr dunkelgrünes Blattgemüse sowie buntes Obst und Gemüse: Darin stecken Lutein, Zeaxanthin und die Vitamine C und A. Lutein und Zeaxanthin reichern sich im gelben Fleck (Makula) an – der Mitte der Netzhaut, die für das scharfe Sehen zuständig ist.
  • Bringen Sie ein- bis zweimal pro Woche fetten Fisch auf den Tisch, dazu Nüsse und Samen.
  • Rauchen Sie nicht: Rauchen erhöht das Risiko für Grauen Star und Makuladegeneration.
  • Tragen Sie draußen eine Sonnenbrille mit UV-Schutz und beim Heimwerken oder bei der Arbeit eine Schutzbrille.
  • Achten Sie auf Blutdruck, Blutzucker und Gewicht: Davon hängen die Gefäße der Netzhaut ab.

In bestimmten Stadien der Makuladegeneration kann der Augenarzt eine spezielle Kombination aus Vitaminen und Mineralstoffen empfehlen – das wird nach der Untersuchung entschieden. Für gesunde Menschen sind Nahrungsergänzungsmittel für die Augen eine Ergänzung zur Ernährung. In der Kategorie Augen finden Sie Vizonal – ein Nahrungsergänzungsmittel in Kapseln mit Heidelbeer- und Johannisbeerextrakt, Lutein und Vitaminen; Vitamin A und B2 tragen zur Erhaltung normaler Sehkraft bei. Eine Packung enthält 10 Kapseln, Erwachsene nehmen eine Kapsel täglich. Vizonal ergänzt gesunde Gewohnheiten, ersetzt aber nicht Brille, Sehtest und Behandlung beim Augenarzt.

Sehkraft ab 40: was sich verändert

Ab etwa 40 verliert die Augenlinse nach und nach an Elastizität, und das Auge kann immer schwerer auf Nahes scharf stellen. Das ist die Altersweitsichtigkeit – sie trifft jeden, auch Menschen, die ihr Leben lang gut gesehen haben. Erste Anzeichen: Die Speisekarte im Restaurant möchte man weiter weghalten, Kleingedrucktes verschwimmt, bei schwachem Licht fällt das Lesen schwer.

  • Lassen Sie sich beim Optiker oder Augenarzt eine Lesebrille anpassen; tragen Sie bereits eine Brille für die Ferne, sind Gleitsichtgläser oft eine bequeme Lösung.
  • Lesen Sie bei gutem Licht: Es sollte auf den Text fallen, nicht in die Augen.
  • Stellen Sie auf Handy und Computer eine größere Schrift ein – das ist keine Kapitulation, sondern Fürsorge für Ihre Augen.
  • Lassen Sie die vollständige Untersuchung nicht aus: Mit dem Alter steigt das Risiko für Grünen Star, Grauen Star und Makuladegeneration, und eine frühe Diagnose hilft, das Sehvermögen zu erhalten.

Sehen Sie wie durch einen Schleier, blenden Sie Scheinwerfer beim Autofahren in der Nacht oder wirken Farben blass, sagen Sie es Ihrem Augenarzt: So zeigt sich oft ein Grauer Star, der sich gut behandeln lässt.

Augen trainieren und Brille: Mythen und Fakten

  • „Mit Augentraining wird man die Brille los.“ Nein. Gymnastik für die Augen kann das Gefühl der Müdigkeit lindern, ändert aber nicht die Form des Auges und korrigiert weder Kurzsichtigkeit noch Hornhautverkrümmung oder Altersweitsichtigkeit. Was Ihren Augen im Alltag wirklich guttut, sind Pausen, der Blick in die Ferne nach der 20-20-20-Regel und bewusstes Blinzeln.
  • „Eine Brille macht die Augen schlechter.“ Nein. Eine gut angepasste Brille schwächt die Augen nicht; wer sich ans scharfe Sehen gewöhnt hat, bemerkt nur ohne Brille den Unterschied deutlicher.
  • „Lesen im Halbdunkel schadet den Augen.“ Die Augen ermüden dabei schneller, nehmen aber keinen bleibenden Schaden.
  • „Kinder sollten besser keine Brille tragen, damit sie sich nicht daran gewöhnen.“ Im Gegenteil: Eine nicht korrigierte Fehlsichtigkeit kann bei Kindern zu Schwachsichtigkeit (Amblyopie, „faules Auge“) führen – deshalb gehören Brille und Übungen in die Hand eines Kinderaugenarztes.
  • „Blaues Licht vom Bildschirm schädigt die Netzhaut.“ Dafür gibt es keine Belege, und Brillen mit Blaulichtfilter braucht es für die Augengesundheit nicht. Ein heller Bildschirm am späten Abend kann allerdings den Schlaf stören.
  • „Bei leichter Kurzsichtigkeit braucht man keine Brille.“ Manchmal stimmt das: Die Brille ist dann nur zum Autofahren oder im Kino nötig. Das entscheidet aber der Augenarzt oder Optiker nach einem Sehtest, nicht die Gewohnheit, die Augen zusammenzukneifen.
  • „Karotten verbessern die Sehkraft.“ Vitamin A braucht die Netzhaut, doch bei normaler Ernährung bekommt man genug davon – zusätzliche Karotten machen die Sehschärfe nicht besser.

Warnzeichen: wann sofort zum Arzt?

Wählen Sie den Notruf 112 oder lassen Sie sich sofort in die Notaufnahme oder eine Augenklinik bringen, wenn:

  • das Sehen auf einem oder beiden Augen plötzlich weg ist oder schlagartig schlechter wird – auch wenn es danach zurückkommt;
  • Lichtblitze, viele neue „fliegende Mücken“ oder ein Schatten, ein „Vorhang“ am Rand des Gesichtsfelds auftauchen – so kann eine Netzhautablösung beginnen;
  • das Auge stark schmerzt und gerötet ist, Sie farbige Ringe um Lichtquellen sehen und dazu Kopfschmerzen und Übelkeit haben – Zeichen eines akuten Glaukomanfalls;
  • Sie plötzlich doppelt sehen, ein Mundwinkel herabhängt, die Sprache gestört ist oder ein Arm oder Bein schwach wird – das kann ein Schlaganfall sein;
  • das Auge verletzt ist oder eine Chemikalie hineingelangt ist: Spülen Sie es sofort mindestens 15 Minuten mit sauberem Wasser und holen Sie dann Hilfe.

In den nächsten Tagen zum Augenarzt, wenn das Auge rot ist und schmerzt, Licht blendet, gerade Linien wellig geworden sind oder das Sehen langsam schlechter wird. Abends und am Wochenende hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 weiter, in Österreich die Gesundheitsnummer 1450. Notieren Sie vor dem Termin, was sich wann verändert hat, und nehmen Sie Ihre alte Brille oder Ihren Brillenpass mit.

Fragen und Antworten

Kann man die Augen ohne Brille und Operation verbessern?

Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung lassen sich mit Übungen und Nahrungsergänzungsmitteln nicht beheben: Sie hängen von der Form des Auges ab. Scharf sehen lassen Brille, Kontaktlinsen oder eine Laserkorrektur; regelmäßige Kontrollen und gesunde Gewohnheiten helfen, die Sehkraft zu erhalten.

Wie oft sollte man einen Sehtest machen?

Erwachsene ohne Beschwerden etwa alle ein bis zwei Jahre; ab 40 ist eine vollständige augenärztliche Untersuchung sinnvoll. Bei Diabetes, Grünem Star in der Familie oder rasch nachlassender Sehkraft öfter – so, wie es der Augenarzt empfiehlt.

Kann man einem Online-Sehtest vertrauen?

Er eignet sich, um ein Problem zu bemerken, aber nicht, um eine Brille anzupassen oder eine Diagnose zu stellen. Augendruck, Netzhaut und Sehnerv werden nur in der Praxis untersucht.

Welche Vitamine sind gut für die Augen?

Die Netzhaut braucht die Vitamine A, C und E, Zink, Lutein und Zeaxanthin – sie stecken in abwechslungsreichem Gemüse und Obst, in Fisch und Nüssen. Spezielle Kombinationen bei Makuladegeneration empfiehlt der Augenarzt; für Gesunde sind Nahrungsergänzungsmittel eine Ergänzung zur Ernährung.

Schadet das Handy den Augen?

Der Bildschirm macht die Augen müde und trocken, schadet der Sehkraft aber nicht. Es helfen Pausen nach der 20-20-20-Regel, häufiges Blinzeln und eine angenehme Helligkeit. Bei Kindern lohnt es sich, die Bildschirmzeit zu begrenzen und sie öfter bei Tageslicht nach draußen zu schicken.

Quellen

  1. American Academy of Ophthalmology – Eye Exams 101 (Augenuntersuchung)
  2. American Academy of Ophthalmology – Computers, digital devices and eye strain (Bildschirm und müde Augen)
  3. NHS – Vision loss (Sehverlust)
  4. gesund.bund.de – Kurzsichtigkeit (Myopie): Behandlung (Gesundheitsportal des Bundesgesundheitsministeriums)

Vizonal

Augen

Typ
Nahrungsergänzungsmittel, 10 Kapseln
Lieferung
Deutschland

Heidelbeere, Lutein, Hyaluronsäure und 10 Vitamine für Augen, die vom Bildschirm müde werden. 1 Kapsel täglich.

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