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Arthrose im Knie: Symptome, Grade und Behandlung

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Arthrose im Knie beginnt oft unauffällig: Das Knie schmerzt nach Belastung, fühlt sich nach dem Sitzen steif an und knackt auf der Treppe. Hier lesen Sie, woran Sie eine Knie-Arthrose erkennen, was die Grade 1 bis 4 im Röntgenbild bedeuten und was Arthrose im Knie bei Grad 4 heißt, welche Ursachen dahinterstecken und was Sie selbst tun können – von Bewegung und Wärme bis zur Frage, wann ein künstliches Kniegelenk infrage kommt.

Arthrose im Knie: Symptome, Grade und Behandlung

Arthrose im Knie: Was passiert im Gelenk?

Bei einer Arthrose im Knie (Gonarthrose) wird die schützende Knorpelschicht im Gelenk dünner, weich und rissig. Gesunder Knorpel ist eine glatte Gleitfläche, auf der Ober- und Unterschenkelknochen und Kniescheibe reibungsarm gegeneinander gleiten. Geht er verloren, wird das Gelenk empfindlich: Die Gelenkinnenhaut reagiert gereizt, am Knochenrand können Anbauten (Osteophyten) wachsen, und manchmal sammelt sich Gelenkflüssigkeit an.

Eine Knie-Arthrose kann innen (medial), außen (lateral) oder hinter der Kniescheibe (patellofemoral) sitzen. In Deutschland haben schätzungsweise 4 von 100 Erwachsenen eine Kniearthrose; ab etwa 40 Jahren wird sie häufiger.

Umgangssprachlich heißt Arthrose „Gelenkverschleiß“. Das ist irreführend: Im Gelenk laufen ständig Auf- und Abbauprozesse ab, und der Knorpel braucht Bewegung – ähnlich wie ein Schwamm gibt er bei Belastung Abfallprodukte ab und nimmt bei Entlastung Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit auf. Eine Arthrose bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, dass das Knie irgendwann ersetzt werden muss; viele Menschen kommen dauerhaft gut zurecht.

Symptome: So zeigt sich Knie-Arthrose

Eine Arthrose im Knie beginnt typischerweise mit Schmerzen, die zunächst nur bei Belastung auftreten – beim Treppensteigen, Bergabgehen oder Aufstehen vom Stuhl. Später kommen weitere Zeichen dazu:

  • Anlaufschmerz und Steifigkeit nach dem Sitzen oder am Morgen, die sich mit Bewegung rasch bessern;
  • Knacken und Reiben im Gelenk;
  • ein druckempfindliches, dickeres Knie und eine eingeschränkte Beweglichkeit;
  • das Gefühl, das Knie sei instabil oder könne wegknicken;
  • Schmerzen in Ruhe und nachts, wenn die Arthrose weit fortgeschritten ist;
  • bei manchen eine sichtbare Fehlstellung (O- oder X-Beine).

Manche Menschen haben akute Schübe („aktivierte Arthrose“): Die Schmerzen nehmen plötzlich zu und fühlen sich stechend, pulsierend oder brennend an, das Knie schwillt an, wird steif und warm. Meist klingt ein Schub nach einigen Tagen ab. Bessert sich die Beweglichkeit auch nach 30 Minuten nicht, kann eine rheumatische Gelenkentzündung dahinterstecken – das gehört zum Arzt.

Sofort ärztliche Hilfe brauchen Sie, wenn das Knie plötzlich stark schmerzt, deutlich geschwollen, gerötet und überwärmt ist und Sie Fieber haben: Das kann eine Gelenkinfektion sein. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, in Österreich unter 1450; bei starken Beschwerden wählen Sie den Notruf 112.

Ursachen und Risikofaktoren der Knie-Arthrose

Die Ursachen für Knorpelschäden sind unterschiedlich. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:

  • Verletzungen des Knies wie ein Meniskusschaden, ein Riss des vorderen Kreuzbands, eine ausgerenkte Kniescheibe oder ein Bruch in Gelenknähe;
  • starkes Übergewicht (BMI über 30): Es belastet die Knie stärker und kann Entzündungen im Gelenk verstärken;
  • starke Belastung im Beruf, zum Beispiel häufiges Knien, Hocken oder schweres Heben;
  • Fehlstellungen wie O- und X-Beine oder unterschiedlich lange Beine;
  • höheres Lebensalter.

Bewegungsmangel schützt das Knie nicht, im Gegenteil: Er schwächt die Muskulatur und entzieht dem Knorpel den Wechsel von Druck und Entlastung, der ihn ernährt.

Arthrose Knie Grad 4: Die vier Grade im Überblick

Auf dem Röntgenbild teilen Ärzte die Arthrose häufig in Grade ein – gebräuchlich ist die Einteilung nach Kellgren und Lawrence von Grad 1 bis Grad 4:

GradRöntgenbildWas das oft bedeutet
Grad 1 (zweifelhaft)Kaum sichtbare Veränderungen, mögliche erste kleine KnochenanbautenFrühstadium, häufig noch ohne oder mit geringen Beschwerden
Grad 2 (leicht)Eindeutige Knochenanbauten, Gelenkspalt höchstens leicht verschmälertBeginnende Arthrose mit Belastungsschmerz, Anlaufschmerz und Steifigkeit
Grad 3 (mäßig)Mehrere Knochenanbauten, deutlich verschmälerter Gelenkspalt, beginnende KnochenverdichtungHäufigere Schmerzen, Schwellungen und eine spürbar eingeschränkte Beweglichkeit
Grad 4 (schwer)Große Knochenanbauten, stark verschmälerter Gelenkspalt, deformierte KnochenendenWeit fortgeschritten, oft starke Schmerzen auch in Ruhe und nachts, Fehlstellung

Arthrose im Knie bei Grad 4 bedeutet: Der Knorpel ist stellenweise ganz verschwunden, sodass im Gelenk Knochen auf Knochen reibt. Das klingt dramatisch, ist aber kein Urteil, denn Röntgenbild und Beschwerden passen nicht immer zusammen. Es gibt Menschen mit starken Veränderungen am Gelenk, die kaum Beschwerden haben – und andere mit starken Beschwerden, deren Gelenk auf dem Bild gesund aussieht. Deshalb richtet sich die Behandlung nach Ihren Beschwerden und Ihrer Situation, nicht allein nach dem Grad. Auch bei Grad 4 gehören Bewegung, Gewichtskontrolle und eine gute Schmerztherapie dazu; reicht das nicht aus, kommt ein Gelenkersatz infrage.

Was bei Arthrose im Knie hilft

Bei Knie-Arthrose steht nicht Schonung, sondern gezielte Bewegung an erster Stelle:

  • Bewegung und Kräftigung. Regelmäßige Kräftigungs- und Beweglichkeitsübungen lindern Schmerzen und verbessern die Gelenkfunktion. Geeignet sind gleichmäßige Bewegungen wie Radfahren, Schwimmen, Tanzen oder Nordic Walking; Sportarten mit hoher Stoßbelastung und schnellen Richtungswechseln meidet man besser. Physiotherapie und Funktionstraining zeigen, wie es geht.
  • Gewicht. Bei Übergewicht entlastet schon eine geringe Abnahme die Knie. Mehr dazu im Artikel Ernährung bei Arthrose.
  • Schuhe. Gut sitzende Schuhe mit dämpfender, eher fester Sohle und genug Platz für die Zehen; hohe Absätze und sehr dünne, flexible Sohlen sind ungünstig.
  • Wärme oder Kälte. Bei chronischen Beschwerden tut vielen Wärme gut, etwa durch ein Körnerkissen oder ein warmes Bad. Bei einem akuten Schub – Knie geschwollen, warm, gerötet – ist Kühlen besser.
  • Schmerzmittel. Gele und Salben mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln können Arthroseschmerzen bei manchen Menschen lindern, bei stärkeren Beschwerden helfen entzündungshemmende Tabletten. Besprechen Sie die Wahl mit Ihrem Arzt; Spritzen mit Kortison ins Gelenk sind Ausnahmen für besondere Situationen.
  • Hilfsmittel. Ein Gehstock auf der Gegenseite des schmerzenden Knies, Einlagen oder eine Orthese können das Knie entlasten.

Wärme und Pflege fürs Knie: Artodip Gel, Fledox und Flexaten

Zusätzlich zu Bewegung und ärztlicher Behandlung greifen viele zu Pflegeprodukten und Nahrungsergänzung. In der Kategorie Gelenke finden Sie drei Produkte, die dazu passen:

ProduktFormInhaltsstoffe (Auswahl)Anwendung
Artodip GelWärmendes Gel zur äußerlichen Anwendung, 50 mlCampher, Chiliextrakt, Ingwer- und Zimtblattöl; Arnika, Beinwell, Teufelskralle, Ringelblume2–⁠3 Mal täglich auf saubere, trockene Haut über dem Gelenk einmassieren
Fledox CremeWärmende Gelenkcreme zur äußerlichen Anwendung, 50 mlGlucosaminsulfat, Natriumchondroitinsulfat, Methylsalicylat, Campher; Arnika, Beinwell, Teufelskralle2–⁠3 Mal täglich einmassieren, danach eine Stunde nicht abwaschen
FlexatenNahrungsergänzungsmittel, 30 KapselnPro Kapsel 400 mg Glucosaminsulfat, 200 mg MSM, 50 mg Schachtelhalm-Extrakt, 50 mg Vitamin C1 Kapsel morgens und 1 Kapsel abends mit einem Glas Wasser

Bei Artodip Gel und Fledox entspannt die Wärme, und die Massage selbst lockert das Gelenk. Artodip hat eine leichte Gel-Textur, Fledox ist eine reichhaltigere Creme, die zusätzlich Feuchtigkeit spendet. Bei Flexaten trägt Vitamin C zu einer normalen Kollagenbildung für die normale Funktion von Knochen und Knorpel bei.

Gel und Creme vor der ersten Anwendung an einer kleinen Hautstelle testen, nicht auf verletzte Haut oder offene Wunden auftragen und Augen und Schleimhäute meiden; Fledox nicht bei Kindern unter drei Jahren, Schwangeren und Stillenden anwenden. Flexaten wird für Schwangere und Stillende nicht empfohlen. Produkte wie diese ersetzen weder Bewegung noch die Behandlung durch den Arzt; wenn Sie Medikamente einnehmen, besprechen Sie Nahrungsergänzungsmittel vorher mit Ihrem Arzt.

Wann zum Arzt – und wann ein künstliches Kniegelenk?

Lassen Sie Knieschmerzen ärztlich abklären, wenn sie über längere Zeit anhalten, nachts auftreten, das Knie anschwillt oder instabil wird oder nach einem Sturz oder einer Verdrehung Beschwerden bleiben. Meist erkennt der Arzt eine Kniearthrose an den typischen Beschwerden und der Untersuchung des Knies. Röntgen, Ultraschall oder MRT sagen über die Beschwerden nur wenig aus; sinnvoll sind sie vor allem, um andere Erkrankungen wie Rheuma oder Gicht oder einen Knochenbruch auszuschließen.

Ein künstliches Kniegelenk kommt infrage, wenn die Arthrose fortgeschritten ist, den Alltag stark einschränkt und Bewegung, Gewichtsabnahme und Schmerzmittel nicht mehr ausreichen. Bei den meisten Menschen lindert es die Beschwerden deutlich; danach sind eine aktive Rehabilitation und Geduld wichtig. Bei Fehlstellungen, die das Knie einseitig belasten, kann eine Umstellungsoperation eine Alternative sein, bei der die Beinachse korrigiert wird.

Mehr zu den Ursachen von Gelenkschmerzen allgemein lesen Sie im Ratgeber Gelenkschmerzen, zu den Händen im Artikel Fingerarthrose.

Fragen und Antworten

Was bedeutet Arthrose im Knie Grad 4?

Grad 4 ist die schwerste Stufe im Röntgenbild: Der Gelenkspalt ist stark verschmälert, der Knorpel stellenweise verschwunden, die Knochenenden sind verformt. Wie stark die Beschwerden sind, sagt der Grad nicht sicher aus. Behandelt wird nach den Beschwerden; reichen Bewegung und Schmerztherapie nicht, kommt ein Gelenkersatz infrage.

Wie erkenne ich Arthrose im Knie?

Typisch sind Schmerzen bei Belastung, Anlaufschmerz und Steifigkeit nach dem Sitzen oder am Morgen, Knacken, ein dickeres, druckempfindliches Knie und eine zunehmend eingeschränkte Beweglichkeit. Gewissheit bringen das Gespräch mit dem Arzt und die Untersuchung des Knies.

Ist Bewegung bei Knie-Arthrose schädlich?

Nein, im Gegenteil: Bewegung kräftigt die Muskeln, die das Knie stabilisieren, und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen. Geeignet sind Radfahren, Schwimmen, Gehen und gezieltes Krafttraining; harte Stoßbelastungen sind ungünstig.

Kann man Arthrose im Knie heilen?

Arthrose ist nicht heilbar, aber viele Maßnahmen lindern die Beschwerden: Bewegung, Gewichtsabnahme bei Übergewicht, Wärme, passende Schuhe und Schmerzmittel nach ärztlicher Absprache. Viele Menschen kommen dauerhaft gut im Alltag zurecht.

Hilft Wärme oder Kälte bei Arthrose im Knie?

Bei chronischen Beschwerden tut vielen Wärme gut, sie entspannt die Muskeln. Bei einem akuten Schub mit geschwollenem, warmem, gerötetem Knie ist Kühlen besser. Zu heiße oder zu kalte Anwendungen schaden der Haut: Legen Sie ein Tuch dazwischen.

Quellen

  1. Gesundheitsinformation.de (IQWiG): Kniearthrose (Gonarthrose)
  2. gesund.bund.de: Kniearthrose (Gonarthrose) – Behandlung
  3. Deutsche Rheuma-Liga: Arthrose

Artodip Gel

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Gelenkgel, 50 ml
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Wärmendes Gel mit Campher, Chili, Arnika und Beinwell – wohltuend für beanspruchte Gelenke, Sehnen und Muskeln.

39 €

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Gelenke

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Gelenkcreme, 50 ml
Lieferung
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Leichte wärmende Creme mit Glucosamin, Chondroitin, Methylsalicylat und Arnika – Wärme und Pflege für beanspruchte Gelenke.

39 €

Flexaten

Gelenke

Typ
Nahrungsergänzungsmittel, 30 Kapseln
Lieferung
Deutschland

Glucosaminsulfat, MSM, Schachtelhalm-Extrakt und Vitamin C – vier Wirkstoffe in jeder Kapsel für bewegliche Gelenke.

59 €

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