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Bluthochdruck: Symptome erkennen und Ursachen verstehen

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Bluthochdruck tut nicht weh, und viele Menschen haben ihn jahrelang, ohne es zu ahnen. Hier lesen Sie, welche Symptome bei hohem Blutdruck auftreten können und warum man sich auf sie nicht verlassen darf, woran Frauen in den Wechseljahren denken sollten, welche Ursachen Bluthochdruck hat, was hinter „nervlichem“ Bluthochdruck steckt und ab welchen Werten Sie sofort Hilfe brauchen.

Bluthochdruck: Symptome erkennen und Ursachen verstehen

Bluthochdruck Symptome: Warum man ihn oft nicht spürt

Ein erhöhter Blutdruck ist meistens nicht zu spüren. Das macht ihn so tückisch: Herz, Gefäße, Nieren und Gehirn stehen über Jahre unter Druck, während man sich völlig gesund fühlt. In Deutschland hat etwa jeder zweite Mann und vier von zehn Frauen erhöhte Werte, und rund 15 von 100 Erwachsenen mit Bluthochdruck wissen nichts davon.

Beschwerden machen sich oft erst bemerkbar, wenn der Blutdruck extrem hoch ist oder wenn er über Jahre bereits Folgeerkrankungen ausgelöst hat. Dann sind es Zeichen eines geschwächten Herzens oder verengter Gefäße – zum Beispiel Kurzatmigkeit, Wasser in den Beinen, Herzklopfen oder Brustschmerzen beim Treppensteigen.

Deshalb gilt: Ob Ihr Blutdruck zu hoch ist, sagt Ihnen nicht Ihr Gefühl, sondern nur das Messgerät. Messen Sie regelmäßig, besonders ab 40, bei Übergewicht und wenn schon Eltern oder Geschwister Bluthochdruck haben.

Hoher Blutdruck: Symptome, die auftreten können

Bei manchen Menschen macht sich hoher Blutdruck doch bemerkbar. Mögliche Anzeichen sind:

  • Kopfschmerzen – typisch am Hinterkopf in den frühen Morgenstunden oder bei körperlicher und seelischer Belastung;
  • häufige Schwindelgefühle;
  • Ohrensausen und Nasenbluten;
  • Atemnot bei Anstrengung oder sogar in Ruhe;
  • Herzklopfen;
  • immer wiederkehrende Sehstörungen, zum Beispiel verschwommenes Sehen;
  • Schlafstörungen – Probleme beim Ein- und Durchschlafen;
  • bei Männern Erektionsprobleme.

Solche Beschwerden können auftreten, müssen es aber nicht. Keines dieser Zeichen ist eindeutig: Kopfschmerzen, Schwindel oder schlechter Schlaf haben viele andere Ursachen, und viele Menschen mit deutlich erhöhten Werten haben keine davon. Wenn Sie solche Beschwerden öfter bemerken, messen Sie Ihren Blutdruck – das ist der einfachste Weg, Bluthochdruck zu erkennen oder auszuschließen.

Wie Sie zu Hause richtig messen und welche Werte normal sind, lesen Sie im Artikel „Blutdruck-Tabelle: Welche Werte normal sind“.

Bluthochdruck bei Frauen: Symptome in den Wechseljahren

Die Anzeichen von Bluthochdruck sind bei Frauen und Männern dieselben. Bei Frauen werden sie aber leicht übersehen: Schwindel, Herzklopfen, Schlafstörungen und Kopfschmerzen schiebt man in den Wechseljahren gern auf die Hormone. Dabei steigt bei vielen Frauen gerade nach den Wechseljahren der Blutdruck – ab etwa 60 sind mehr Frauen als Männer betroffen.

Fachleute nennen eigene Risikofaktoren für Frauen:

  • Schwangerschaft – deshalb wird der Blutdruck bei jeder Vorsorgeuntersuchung gemessen;
  • frühe Menopause;
  • Hormonersatztherapie;
  • die Pille: Verhütungsmittel mit Östrogen können den Blutdruck etwas erhöhen.

Messen Sie in den Wechseljahren regelmäßig, auch wenn Sie früher eher niedrigen Blutdruck hatten, und sprechen Sie Ihre Werte beim Hausarzt oder in der Frauenarztpraxis an. In der Schwangerschaft gilt: Hohe Werte zusammen mit Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schmerzen im Oberbauch oder plötzlichen Schwellungen an Gesicht und Händen sind ein Grund, sofort ärztliche Hilfe zu holen.

Bluthochdruck Ursachen: Woher der hohe Druck kommt

Bei etwa neun von zehn Betroffenen findet sich keine einzelne Ursache. Ärzte sprechen dann von primärem oder essenziellem Bluthochdruck. Er entsteht aus mehreren Faktoren, die zusammenkommen:

  • höheres Alter und Bluthochdruck bei Eltern oder Geschwistern;
  • Übergewicht und zu wenig Bewegung;
  • zu viel Salz und eine ungesunde Ernährung;
  • Rauchen und zu viel Alkohol;
  • anhaltender Stress;
  • Schlafapnoe – Atemaussetzer im Schlaf, oft mit lautem Schnarchen;
  • Luftverschmutzung durch den Straßenverkehr.

Bei etwa 5 bis 10 von 100 Betroffenen steckt eine andere Erkrankung dahinter – das ist sekundärer Bluthochdruck. Mögliche Ursachen sind Erkrankungen der Nieren oder eine verengte Nierenarterie, eine Schilddrüsenüberfunktion, Störungen der Hormone aus den Nebennieren oder eine Schlafapnoe. Diese Form trifft häufiger jüngere Menschen. Wird die Grunderkrankung behandelt, normalisiert sich der Blutdruck oft.

Auch Medikamente und andere Stoffe können den Blutdruck erhöhen: abschwellende Nasentropfen und -sprays, die Pille, Kortison, bestimmte Schmerzmittel, manche Mittel gegen psychische Erkrankungen, Drogen und Lakritze in größeren Mengen. Setzen Sie verordnete Medikamente nicht eigenmächtig ab, sondern fragen Sie Ihren Arzt, ob es Alternativen gibt.

Nervlicher Bluthochdruck: Wenn Stress und Angst den Druck erhöhen

Bei Anstrengung, Stress oder Angst steigt der Blutdruck bei jedem Menschen an, in Ruhe und im Schlaf sinkt er wieder. Diese Schwankungen sind normal. Von „nervlichem Bluthochdruck“ sprechen viele, wenn die Werte vor allem in aufregenden Situationen in die Höhe schnellen – ein eigener medizinischer Begriff ist das nicht.

Ernst nehmen sollten Sie das trotzdem. Hält der Stress über Wochen und Monate an, gehört er zu den Risikofaktoren für dauerhaft hohen Blutdruck. Und die Messung kann täuschen: Manche Menschen haben in der Praxis vor Aufregung hohe Werte, zu Hause aber normale. Bei anderen ist es umgekehrt – beim Arzt sind sie entspannt, im stressigen Alltag ist der Blutdruck hoch. Ärzte sprechen dann von maskiertem Bluthochdruck. Deshalb zählen die Messungen zu Hause oder eine 24-Stunden-Messung mehr als ein einzelner Wert.

Was hilft: regelmäßige Bewegung, genug Schlaf, Pausen im Alltag und Wege, mit Stress umzugehen – von Atemübungen und Entspannungsverfahren bis zu einem Kurs zur Stressbewältigung. Steigt der Blutdruck immer wieder zusammen mit Angst, Herzrasen und Zittern, erzählen Sie das Ihrem Arzt. Mehr dazu, was den Blutdruck im Alltag senkt, lesen Sie im Artikel „Blutdruck senken“.

Ab wann ist Bluthochdruck gefährlich?

Gefährlich ist Bluthochdruck vor allem auf lange Sicht: Je höher der Blutdruck und je länger er besteht, desto größer das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Nierenschäden. Eine Zahl, ab der es plötzlich gefährlich wird, gibt es nicht – aber Grenzwerte, nach denen Sie handeln sollten:

SituationWerteWas zu tun ist
Messung zu HauseIm Mittel über 7 Tage 135/85 mmHg oder mehrWerte notieren und in den nächsten Wochen mit dem Hausarzt besprechen
Messung in der PraxisWiederholt 140/90 mmHg oder mehrDas ist Bluthochdruck: Ursachen abklären und Behandlung besprechen
Plötzlich sehr hoch, ohne BeschwerdenÜber 180/110 mmHgRuhe bewahren, hinlegen, nach einer halben Stunde nochmals messen; bleibt der Wert hoch, noch am selben Tag ärztlichen Rat holen
Sehr hoch mit BeschwerdenStark erhöht und Warnzeichen (siehe unten)Sofort den Notruf 112 rufen

Fachleute nennen Werte über 180/110 mmHg eine Blutdruckentgleisung oder hypertensive Krise. Kommen akute Beschwerden hinzu, ist es ein hypertensiver Notfall, der lebensbedrohlich sein kann. Rufen Sie sofort den Notruf 112 (in Österreich auch die Rettung unter 144), wenn zu stark erhöhtem Blutdruck eines dieser Zeichen hinzukommt:

  • Brustschmerzen oder Atemnot;
  • starke Kopfschmerzen oder starker Schwindel;
  • Lähmungen oder Taubheitsgefühle, etwa in einem Arm oder einer Gesichtshälfte;
  • Seh- oder Sprechstörungen;
  • Verwirrtheit oder Krampfanfälle.

Häufige Auslöser einer Entgleisung sind blutdrucksenkende Medikamente, die vergessen oder unregelmäßig eingenommen wurden, starke Schmerzen, Stress oder Angst, Drogen und manche zusätzlich eingenommene Medikamente. Ohne Notfall, aber bei anhaltend hohen Werten außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, in Österreich die Gesundheitsnummer 1450.

Bluthochdruck erkennen: Messen, Check-up und Arztbesuch

Durch eine einzige Messung lässt sich Bluthochdruck nicht feststellen, denn der Blutdruck schwankt im Laufe des Tages. Der Arzt misst deshalb mehrmals, beim ersten Termin an beiden Armen: Ausschlaggebend ist der höhere Wert, und an diesem Arm wird künftig gemessen. Wenn die Werte stark voneinander abweichen, hilft eine 24-Stunden-Messung mit einem kleinen Gerät, das Sie im Alltag tragen. Auch Ihre Messungen von zu Hause bezieht der Arzt ein – nehmen Sie Ihr Blutdrucktagebuch mit.

Wird Bluthochdruck festgestellt, prüft der Arzt, ob er bereits Organe belastet hat, und sucht nach möglichen Ursachen: mit Blut- und Urinuntersuchungen, etwa der Nierenwerte, des Blutzuckers und der Blutfette. In Deutschland können gesetzlich Versicherte ab 35 alle drei Jahre den Gesundheits-Check-up nutzen, zu dem auch eine Blutdruckmessung gehört.

Gegen Bluthochdruck helfen ein gesünderer Lebensstil und, wenn der Arzt es für nötig hält, blutdrucksenkende Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden. Wer Herz und Gefäße zusätzlich unterstützen möchte, findet passende Produkte in der Kategorie Blutdruck. Cardital ist ein Nahrungsergänzungsmittel mit 20 Kapseln für Herz und Blutgefäße: Weißdornextrakt trägt zur Erhaltung einer normalen Mikrozirkulation und Herz-Kreislauf-Funktion bei, Magnesium, Aminosäuren und Pflanzenextrakte wie Hibiskus und Steinklee ergänzen die Formel. Wer lieber Tropfen nimmt, wählt Cardital Drops. Beide ergänzen gesunde Gewohnheiten und ersetzen nicht die Behandlung, die Ihr Arzt verordnet.

Fragen und Antworten

Welche Symptome hat man bei Bluthochdruck?

Meistens keine. Möglich sind Kopfschmerzen am Hinterkopf am Morgen, Schwindel, Ohrensausen, Nasenbluten, Atemnot, Herzklopfen, Sehstörungen und Schlafstörungen. Keines dieser Zeichen ist eindeutig – Gewissheit bringt nur das Messen.

Kann Bluthochdruck Kopfschmerzen verursachen?

Ja, besonders bei sehr hohen Werten; typisch sind Kopfschmerzen am Hinterkopf in den frühen Morgenstunden. Kopfschmerzen haben aber viele andere Ursachen. Messen Sie den Blutdruck, und rufen Sie bei plötzlichen, sehr starken Kopfschmerzen mit hohen Werten die 112.

Wie äußert sich Bluthochdruck bei Frauen?

Genauso wie bei Männern – oft gar nicht. In den Wechseljahren werden Schwindel, Herzklopfen und Schlafstörungen leicht den Hormonen zugeschrieben, obwohl der Blutdruck gerade nach den Wechseljahren häufig steigt. Regelmäßiges Messen schafft Klarheit.

Kann Stress Bluthochdruck verursachen?

Stress und Angst erhöhen den Blutdruck kurzfristig, danach sinkt er wieder. Anhaltender Stress gehört zu den Risikofaktoren für dauerhaft hohen Blutdruck – zusammen mit Übergewicht, Bewegungsmangel, Salz, Alkohol und Rauchen.

Ab wann ist Bluthochdruck gefährlich?

Auf Dauer schaden schon Werte ab 140/90 in der Praxis oder 135/85 zu Hause den Gefäßen. Werte über 180/110 gelten als Blutdruckentgleisung. Kommen Brustschmerzen, Atemnot, Lähmungen, Seh- oder Sprechstörungen hinzu, ist es ein Notfall: sofort die 112 rufen.

Welche Ursachen hat Bluthochdruck bei jungen Menschen?

Auch bei jungen Menschen sind Übergewicht, Bewegungsmangel, Alkohol und Familienveranlagung häufig. Bei ihnen steckt aber öfter eine andere Erkrankung dahinter, etwa der Nieren, der Schilddrüse oder der Nebennieren. Hoher Blutdruck in jungen Jahren gehört deshalb immer ärztlich abgeklärt.

Quellen

  1. Deutsche Hochdruckliga: Bluthochdruck bei Erwachsenen
  2. gesund.bund.de: Bluthochdruck – Symptome, Ursachen, Diagnose
  3. gesundheit.gv.at: Bluthochdruck – Was ist das?
  4. gesundheit.gv.at: Bluthochdruck – Behandlung und Blutdruckentgleisung

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Blutdruck

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