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Nagelpilz Hausmittel: Was Teebaumöl, Essig und Co. wirklich leisten

Aktualisiert:

Nagelpilz Hausmittel gibt es viele: Teebaumöl, Essig, Natron, Propolis, Knoblauch – und fast alle klingen harmlos. Hier lesen Sie, was zu den Hausmitteln gegen Nagelpilz bekannt ist, bei welchem leichten Befall Sie es zu Hause versuchen können, welche Fußpilz-Hausmittel die Haut wirklich braucht – und woran Sie erkennen, dass ein Hausmittel nicht mehr reicht.

Nagelpilz Hausmittel: Was Teebaumöl, Essig und Co. wirklich leisten

Hausmittel gegen Nagelpilz: Was sie können – und was nicht

Nagelpilz sitzt im und unter dem Nagel – genau dort, wohin Mittel zum Auftragen nur schwer gelangen. Er gilt als hartnäckig, verschwindet selten von allein, und selbst die Behandlung aus der Apotheke dauert Monate. Kein Wunder, dass viele zuerst zu dem greifen, was ohnehin im Haus ist.

Zu den bekanntesten Hausmitteln gegen Nagelpilz zählen Teebaumöl, Essig, Natron, Propolis und Knoblauch. Der Stand des Wissens ist nüchtern: Ob diese Mittel Nagelpilz beseitigen, ist bislang nicht in guten Studien erprobt worden. Das heißt nicht, dass jedes davon nutzlos sein muss – es heißt, dass sich nicht verlässlich sagen lässt, ob und wie gut es wirkt.

Ausprobieren können Sie sie deshalb nur in einem engen Rahmen: bei einem frühen, milden Befall und nicht anstelle einer Behandlung. Ein früher, milder Befall liegt vor, wenn:

  • nur ein oder zwei Nägel betroffen sind;
  • sich nur der freie Rand oder ein kleiner Bereich weiß oder gelblich verfärbt hat;
  • der Nagel noch nicht verdickt ist, nicht schmerzt und sich nicht vom Nagelbett löst;
  • Sie keinen Diabetes, keine Durchblutungsstörungen in den Beinen und kein geschwächtes Immunsystem haben.

Trifft einer dieser Punkte nicht zu, gehen Sie direkt zum Arzt. Wie Nagelpilz im Anfangsstadium aussieht und welche Behandlung es gibt, lesen Sie im Artikel „Nagelpilz: Anfangsstadium erkennen, Behandlung und Vorbeugung“.

Teebaumöl bei Nagelpilz: Anwendung und Grenzen

Teebaumöl ist das bekannteste Hausmittel bei Nagelpilz. Es wird aus den Blättern des australischen Teebaums gewonnen, sein wichtigster Bestandteil heißt Terpinen-4-ol. Im Labor kann das Öl Pilze hemmen – das sagt aber wenig darüber, was auf einem Nagel passiert: Der Pilz sitzt im und unter dem Nagel, und das Öl muss die harte Nagelplatte erst einmal durchdringen. Hinweise aus Studien, dass Teebaumöl Nagelpilz oder Fußpilz beseitigt, gibt es nicht.

Wer es trotzdem versuchen möchte, geht so vor:

  1. Frisches Öl wählen. Reines Teebaumöl in dunkler Flasche; altes, oxidiertes Öl löst eher Allergien aus.
  2. Verträglichkeit testen. Einen Tropfen, mit etwas Olivenöl vermischt, auf eine kleine Hautstelle geben und einen Tag abwarten.
  3. Nagel vorbereiten. Füße waschen und gründlich abtrocknen, die Nageloberfläche mit einer eigenen Einwegfeile leicht anrauen und die Feile danach wegwerfen.
  4. Verdünnt auftragen. Das Öl mit Oliven- oder Mandelöl mischen und ein- bis zweimal täglich mit einem Wattestäbchen auf den Nagel und seinen Rand tupfen – nicht auf gereizte oder eingerissene Haut.
  5. Beobachten. Fotografieren Sie den Nagel zu Beginn und danach einmal im Monat. Wird der befallene Bereich größer, reicht das Hausmittel nicht.

Teebaumöl kann die Haut reizen und Kontaktallergien auslösen. Brennt, juckt oder rötet sich die Haut, hören Sie sofort auf. Das Öl gehört nicht auf offene Wunden und nicht in die Augen und darf nicht geschluckt werden. Halten Sie es von Kindern fern; in der Schwangerschaft und für Kinder fragen Sie vorher Ihren Arzt oder Apotheker.

Essig, Natron, Propolis und Knoblauch gegen Nagelpilz

Neben Teebaumöl kursieren weitere Tipps. Für keinen davon gibt es gute Studien, und alle haben dasselbe Problem: Sie bleiben auf der Nagelplatte, der Pilz sitzt darunter. Was zu den einzelnen Mitteln bekannt ist:

HausmittelWie es angewendet wirdWas dazu bekannt ist
Essig (Haushalts- oder Apfelessig)Fußbad aus Wasser und Essig oder Essig auf den Nagel getupftEssig säuert die Haut an, ein Beleg für eine Wirkung gegen den Pilz im Nagel fehlt. Er kann die Haut reizen, auf Rissen brennt er. Essigessenz niemals unverdünnt verwenden: Sie kann die Haut verätzen.
NatronFußbad oder Paste auf dem NagelNatron macht die Haut alkalisch und trocknet sie aus; eine Wirkung gegen Nagelpilz ist nicht belegt. Bei häufiger Anwendung kann die Haut rissig werden und dem Pilz neue Eingänge bieten.
PropolisTinktur oder Lösung auf den NagelDas Bienenharz hemmt im Labor Pilze, für Nagelpilz wurde es nicht in guten Studien geprüft. Es kann Kontaktallergien auslösen, besonders bei einer Allergie gegen Bienenprodukte.
KnoblauchZerdrückte Zehe auf dem NagelEine Wirkung ist nicht belegt. Frischer Knoblauch kann die Haut reizen und Blasen verursachen.

Wenn Sie mehrere Mittel ausprobieren wollen, dann nacheinander und nicht gleichzeitig – so erkennen Sie, was die Haut reizt. Bei Diabetes oder Durchblutungsstörungen in den Beinen verzichten Sie auf Experimente am Fuß ganz.

Fußpilz Hausmittel: Was zu Hause wirklich zählt

Nagelpilz entwickelt sich häufig aus Fußpilz: Viele Menschen mit Nagelpilz haben gleichzeitig Fußpilz. Wer den Nagel in den Griff bekommen will, sollte die Haut der Füße deshalb nicht vergessen. Auch gegen Fußpilz werden Hausmittel empfohlen, etwa Fußbäder mit Kräutern, Apfelessig oder Teebaumöl. Hinweise aus Studien, dass sie wirken, gibt es nicht.

Was zu Hause wirklich zählt, ist, den Pilzen die Lebensgrundlage zu nehmen. Sie wachsen in feuchtwarmer Umgebung, deshalb sind trockene Füße die wichtigste Maßnahme:

  • Füße nach dem Duschen, Baden oder Schwimmen gründlich abtrocknen, besonders zwischen den Zehen, und am besten zusätzlich trockenföhnen;
  • Socken täglich wechseln und zusammen mit Handtüchern und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad waschen;
  • luftige Schuhe mit genug Platz tragen, das Paar täglich wechseln und die Schuhe zwischendurch ausziehen;
  • im Schwimmbad, in der Sauna und in Gemeinschaftsduschen Badeschlappen tragen;
  • Schuhe, Handtücher und Socken nicht mit anderen teilen;
  • Schuhe nach einer Pilzinfektion desinfizieren – Pilzsporen überleben in Schuhen ein halbes Jahr und länger.

Juckt, schuppt oder reißt die Haut zwischen den Zehen, sind Cremes, Gels oder Sprays gegen Pilz aus der Apotheke der bewährte Weg; sie sind rezeptfrei erhältlich. Mehr dazu im Ratgeber zu Fußpilz.

Nagelpilz zu Hause: So pflegen Sie den Nagel richtig

Auch ohne besondere Mittel können Sie viel dafür tun, dass der Pilz sich nicht ausbreitet:

  • Fußnägel gerade und kurz schneiden; für den befallenen Nagel eine eigene Schere und Feile benutzen und beides danach mit Alkohol abwischen;
  • den verdickten Nagel nach einem warmen Fußbad vorsichtig abfeilen – so kommen Mittel zum Auftragen leichter an den Pilz;
  • auf farbigen Nagellack verzichten, denn er verdeckt Veränderungen;
  • zwei Paar Schuhe im Wechsel tragen, damit jedes Paar gut trocknen kann, und Verletzungen der Nägel durch zu enge Schuhe vermeiden.

Ist der Nagel sehr dick, schneiden Sie nicht selbst tief hinein: In der podologischen Praxis (medizinische Fußpflege) wird er mit einem Fräsgerät bearbeitet, ohne das Nagelbett zu verletzen. Menschen mit Diabetes oder schlecht durchbluteten Beinen sollten dicke Nägel nie selbst bearbeiten – schon kleine Schnittwunden heilen dann schlecht.

Nagelpilz Hausmittel: Wann sie nicht mehr reichen

Gehen Sie zum Hausarzt oder Hautarzt, wenn:

  • mehrere Nägel betroffen sind oder die Verfärbung größer wird;
  • der Nagel dick wird, bröckelt, sich löst, schmerzt oder im Schuh drückt;
  • ein weißer oder gelber Fleck an der Nagelwurzel erscheint;
  • Sie Diabetes, Durchblutungsstörungen in den Beinen oder ein geschwächtes Immunsystem haben;
  • ein dunkler Streifen im Nagel auftaucht – er ist manchmal ein Zeichen für Hautkrebs und gehört so bald wie möglich zum Hautarzt;
  • Sie nicht sicher sind, ob es ein Pilz ist: Auch Schuppenflechte oder eine Verletzung können den Nagel verändern.

Der Arzt schabt eine Probe vom Nagel ab und lässt sie im Labor untersuchen; bis das Ergebnis einer Pilzkultur vorliegt, können etwa drei Wochen vergehen. Bei leichtem Befall kommt ein farbloser Nagellack gegen Pilz infrage, den es rezeptfrei in der Apotheke gibt; bei starkem Befall verschreibt der Arzt Tabletten. Beides braucht Geduld, denn Fußnägel wachsen langsam.

Noch am selben Tag zum Arzt – außerhalb der Sprechzeiten über den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117, in Österreich über die Gesundheitsnummer 1450 –, wenn die Haut um den Nagel gerötet, geschwollen und schmerzhaft ist, eitert oder sich die Rötung über den Fuß ausbreitet. Rufen Sie den Notruf 112 (in Österreich auch 144), wenn hohes Fieber, Schüttelfrost oder Verwirrtheit dazukommen. Bei Diabetes ist jede Wunde und jede Rötung am Fuß ein Grund, ohne Aufschub zum Arzt zu gehen.

Fußpflege während der Behandlung: die Fußcreme Milozol

Während Sie den Nagel behandeln lassen oder beobachten, braucht die Haut der Füße tägliche Pflege: trocken, aber nicht rissig. Dafür finden Sie in der Kategorie Nagelpilz die Fußcreme Milozol zur äußerlichen Anwendung. Sie enthält Teebaumöl und Terpinen-4-ol, Piroctone Olamine und Zinkoxid sowie ätherische Öle aus Eukalyptus, Pfefferminze, Lavendel und Kiefernnadeln, dazu Sheabutter, Aloe vera und Allantoin. Die Creme pflegt die Haut der Füße, unterstützt ihr normales Mikrobiom, erfrischt und hilft, unangenehmen Fußgeruch zu verringern; Zinkoxid und Aluminiumchlorohydrat helfen, die Haut trocken zu halten.

So wenden Sie Milozol an: Beine, Füße und Fersen gründlich reinigen und abtrocknen, dann die Creme mit leichten Massagebewegungen von unten nach oben auftragen; vor der ersten Anwendung einen Hautverträglichkeitstest machen. Nicht bei Kindern unter drei Jahren, Schwangeren und Stillenden und nicht direkt auf offenen Wunden anwenden. Die Tube enthält 30 ml. Milozol ersetzt weder einen Nagellack gegen Pilz noch den Arztbesuch.

Fragen und Antworten

Welches Hausmittel hilft am besten gegen Nagelpilz?

Für kein Hausmittel ist belegt, dass es Nagelpilz beseitigt – weder Teebaumöl noch Essig, Natron oder Propolis. Sinnvoll sind trockene Füße, tägliche Fußpflege und bei leichtem Befall ein Nagellack gegen Pilz aus der Apotheke.

Hilft Teebaumöl bei Nagelpilz?

Ob Teebaumöl Nagelpilz beseitigt, ist in guten Studien nicht belegt. Wer es versucht, verdünnt es mit einem Pflanzenöl und tupft es auf den Nagel. Bei Brennen, Juckreiz oder Rötung aufhören; wächst der Befall weiter, gehört der Nagel zum Arzt.

Kann man Nagelpilz mit Essig behandeln?

Essig säuert die Haut an, ein Beleg, dass er den Pilz im Nagel beseitigt, fehlt aber. Ein Fußbad mit Essig kann die Haut reizen, Essigessenz darf nie unverdünnt auf die Haut. Bei Rissen, Wunden oder Diabetes verzichten Sie ganz darauf.

Was hilft bei Fußpilz zu Hause?

Als Fußpilz-Hausmittel zählt vor allem Trockenheit: Füße gründlich abtrocknen, zwischen den Zehen auch föhnen, Socken täglich wechseln, bei 60 Grad waschen, Badeschlappen tragen. Gegen Juckreiz und Schuppen helfen Cremes oder Gels gegen Pilz aus der Apotheke; für Fußbäder mit Kräutern oder Apfelessig gibt es keine Belege.

Wann reichen Hausmittel bei Nagelpilz nicht mehr?

Sobald mehrere Nägel betroffen sind, der Nagel dick wird oder schmerzt, die Verfärbung wächst oder Sie Diabetes, Durchblutungsstörungen oder ein geschwächtes Immunsystem haben. Dann sichert der Arzt die Diagnose und wählt die Behandlung.

Quellen

  1. gesund.bund.de: Nagelpilz – Symptome, Diagnose, Behandlung
  2. Gesundheitsinformation.de (IQWiG): Nagelpilz
  3. Gesundheitsinformation.de (IQWiG): Was hilft gegen Fußpilz?

Milozol

Nagelpilz

Typ
Fußcreme, 30 ml
Lieferung
Deutschland

Erfrischende Fußcreme mit Teebaumöl, Piroctone Olamine und Zinkoxid – Pflege bei Nagel- und Fußpilz, Fußgeruch und Schwitzen.

39 €

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